- Goethe in guter Gesellschaft -

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Motto:

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Der Mensch hat wirklich viel zu tun, wenn er sein eignes Positive bis ans Ende durchführen will. Glücklicherweise bleibt uns zuletzt die Überzeugung, daß gar Vieles neben einander bestehen kann und muß, was sich gerne wechselseitig verdrängen möchte [...].

                                                

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Programm:

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Dienstag, 28. August 2018, 19.30 Uhr - 21.00 Uhr 

Italienisches Kulturinstitut Köln Universitätsstraße 81, D-50931 Köln 

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»Inspirierende Fremde. Goethe in Neapel – in Texten und Bildern« 

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Vortrag von

PROF. DR. DIETER RICHTER, Bremen 

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Festveranstaltung der Kölner Goethe-Gesellschaft in Kooperation mit dem Italienischen Kulturinstitut anlässlich von Goethes 269. Geburtstag.

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Donnerstag, 13. September 2018, 19.30 Uhr 

LVR-LandesMuseum Bonn 

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»Kafka und Goethe. Die Geschichte einer Entfernung« 

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Vortrag von

PROF. DR. DIETER LAMPING, Mainz 

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Mit Goethe hat sich Kafka, zumindest zeitweise, mehr beschäftigt als mit jedem anderen Dichter. Dennoch gibt es in seinen Erzählungen und Romanen keine Bezugnahme auf ihn. Der Vortrag versucht diese Diskrepanz zu erklären. Ausgehend von Kafkas Reise nach Weimar, rekonstruiert er dessen Goethe-Lektüre, die durch einen Bruch gekennzeichnet ist. Die damit verbundene Abkehr von Goethe ist für Kafkas Selbstfindung als Autor von zentraler Bedeutung geworden. 

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Freitag, 05. Oktober 2018, 20.00 Uhr 

Trinitatiskirchengemeinde, Brahmsstraße 14, D-53121 Bonn-Endenich 

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»Erlkönig (J.W. v. Goethe)« 

Ein Gesprächskonzert 

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Goethes Erlkönig gehört zu den meistvertonten Gedichten der Musikliteratur. Goethe bettete seine Ballade in eine Szene seines Singspiels Die Fischerin ein, 1782 stimmungsvoll im Tiefurter Park am Ufer der Ilm uraufgeführt. Alle vom Dichter ausgewählten Lieder gehen direkt – oder im Falle des Erlkönig indirekt – auf Herders Volksliedsammlung zurück. Von Corona Schröter stammt die erste musikalische Gestaltung und als die Fischerin war sie auch die erste Interpretin der Ballade. Bei der Nacherzählung des Singspiels sollen auch einige der anderen Lieder zu Gehör kommen, dazu die Erlkönig-Vertonung von C.F. Zelter und dessen Komposition zu Goethes Gedicht Der Fischer

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Im zweiten Teil erklingen zuerst Lieder von Robert Schumann und Franz Liszt, in denen ein balladesk-düsterer Grundton vorherrscht - ähnlich dem Erlkönig - und die auch von Naturgeistern erzählen, die dem Menschen nicht wohlgesinnt sind wie Nixen oder die Loreley, und danach Erlkönig-Vertonungen von Louis Spohr und Carl Loewe sowie die bekannteste von Franz Schubert. 

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CLARISSA MERZ, Sopran (Freiburg)

HANS JÖRG MAMMEL, Tenor (Freiburg)

REINHARD BUHROW, Klavier (Freiburg)

MICHAEL OELLERS, Violine (Bonn)

BARBARA KIEM, Konzeption und Moderation (Freiburg) 

Eintritt (Abendkasse): 10,- Euro (Einlass ab 19.30 Uhr) 

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Donnerstag, 08. November 2018, 19.30 Uhr 

LVR-LandesMuseum Bonn 

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»Erotisches aus Goethes Sammlung« 

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Vortrag von

DR. ANGELIKA DIERICHS, Bonn 

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Goethes umfangreiche Sammlung von Objekten aus der Bildenden Kunst ist thematisch vielschichtig und kunsthistorisch breit gefächert. Eine beträchtliche Zahl zeigt erotische Darstellungen. Diese wurden im Gegensatz zu Goethes bekannten Dichtungen – Römische Elegien und Venezianische Epigramme mit ihren deutlichen oder verschlüsselten erotischen Passagen – nur selten behandelt. Zugang zum Themenkreis bietet der Vortrag. Die Referentin wählt exemplarische Erotica aus und zeigt durch Erklärung und Abbildung, dass sich die zumeist erotischen Bestände aus Goethes Sammlung aufs engste mit antiken griechischen und römischen Bildbereichen verbinden und Goethes Äußerung belegen: »Ich leugne nicht, dass ich den antiken Erotica im Stillen ergeben bin«. 

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Donnerstag, 29. November 2018, 19.30 Uhr 

LVR-LandesMuseum Bonn 

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»Goethes chemische Farbenspiele« 

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Vortrag von

PROF. DR. GEORG SCHWEDT, Bonn 

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Im Zusammenhang mit seiner Farbenlehre hat Goethe auch chemische Experimente durchgeführt. Anhand seiner handschriftlichen Aufzeichnungen werden Versuche mit der Berliner Blaulauge und den Metallkalken ebenso vorgeführt und erläutert wie auch seine umfangreichen Experimente zu den Pflanzenfarben, die erst in den nachgelassenen Schriften veröffentlicht wurden. Seine Tagebuchaufzeichnungen vermitteln uns, wie intensiv er sich selbst, und nicht nur durch die Vorführungen der Chemieprofessoren Götting bzw. Döbereiner in Jena, mit der Chemie experimentell beschäftigt hat und welchen Stellenwert dieses damals erst als eigenständige Wissenschaft entstehende Fachgebiet für ihn in seinem naturwissenschaftlichen Weltbild entwickelt hat. 

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Alle Veranstaltungen bis auf die am 28.08.18 in Köln und am 05.10.18 in der Bonner Trinitatiskirche finden im LVR-LandesMuseum Bonn (Parterre) Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn statt.

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Der Eintritt ist bis auf die Veranstaltung am 05.10.18 in der Bonner Trinitatiskirche frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Goethe an den Grafen Reinhard, 12. Mai 1826.

Goethe und Reinhard. Briefwechsel in den Jahren 1807 bis 1832. Wiesbaden 1957, S. 351

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